Ein Erfahrungsbericht

 

In welchem Land begegneten mir historische Königsstädte, imposante Buddhastatuen, uralte Höhlenklöster - Spuren der Kolonialzeit - einfach jahrtausend alte Geschichte pur?

In SRI LANKA

Es ist ein MUST im so genannten kulturellen Dreieck den Spuren der über 2000-jährigen Geschichte SRI LANKAS zu folgen. So standen historische Königsstädte wie Anuradhapura, Polonnaruwa, Dambulla, the Centre of Ceylon, oder Kandy auf meinem Programm. Zwischen Palast- und Tempelruinen liegen antike Höhlenklöster und einige der schönsten und größten Buddhastatuen Buddhastatuen der Insel. 

 
Als Zeugen einer uralten Hochkultur beeindruckten mich die von Menschenhand geschaffenen Stauseen und Kanäle. Und als ich den legendären Löwenfelsen bei recht beträchtlichen Plusgraden in Sigiriya erobert hatte in  200 m Höhe den Rundblick über den Dschungel genießen konnte, beneidete ich nicht nur König Kasyapa um seinen  luftigen Wohnsitz aus dem 5. Jhdt., sondern auch die Menschen hier um diese Weite ihres so vielseitigen Landes. 

 



In welchem Land war es für mich unübersehbar, dass Christentum, Buddhismus, Islam und Hinduismus ein friedliches Nebeneinander bilden?

In SRI LANKA

Mit Gläubigen aller vier Weltreligionen pilgern Touristen zum Adam´s Peak und verehren diesen „heiligen Berg". Sonnenaufgang am Adam's Peak ein Naturschauspiel der besonderen Art. Diese 4800 Stufen mal 2 in einer bis weit hinunter ins Tals schlängelnden Lichterkette  in der Nacht zu bewältigen steht sicherlich auf einem meiner nächsten Aufenthalte in SRI LANKA auf dem Programm.

 

Für Anhänger aller vier Glaubensrichtungen ist dieser Berg „heilig". Muslime glauben, dass Adam nach seiner Vertreibung aus dem Paradies hier die Erde betreten hat. Und der „Fußabdruck" auf dem Gipfel stammt jedoch mal von Buddha, mal von Shiva oder vom Apostel Thomas - je nach Konfession.

 


In welchem Land lagen Edelsteine neben mir verstreut im Reisfeld?

In SRI LANKA

Nur einen Katzensprung von Colombo um Ratnapura liegen Edelsteinminen zum Teil verstreut in den Reisfeldern. Seit Jahrtausenden birgt SRI LANKA einen unschätzbaren Reichtum in seinem Inneren: Rubine, Saphire, Topase, Turmaline, Aquamarine, Amethyste, Granate, Zirkons, Katzenaugen und Mondsteine.

 
Wussten Sie übrigens, dass der wohl bekannteste Edelstein aus
SRI LANKA heute die britische Krone schmückt: ein 400-karätiger blauer Saphir. Sicherlich nicht die einzige Erinnerung an die fasst 150 jährige Vorherrschaft der Briten.

 


In welchem Land erlebte ich das spektakulärste Fest zum  Vollmondtag?

In SRI LANKA

Es war in Kandy, der einstigen Königsstadt. Perahera - nennt man dieses für die Srilankis so bedeutende Fest. Festlichst geschmückte Elefanten ziehen mit einer religiösen Reliquie durch die herausgeputzten Straßen, begleitet von Feuertänzern, Fahnenschwingern, Stelzenläufer, Musikanten und Fackelträgern.

 
Tausende säumen die Route im Schatten ihrer Regenschirme, viele stehen auf Dächern und klammern sich an Straßenlaternen, um einen Blick auf das Heiligste im Buddhismus zu werfen: den Zahn des Erleuchteten. Nicht alle können sich einen Tribünenplatz um 1000 Rupies leisten, denn um diese knapp 10 € ernährt man schon eine Woche lang eine fünfköpfige Familie.
Übrigens eine Perahera, die Prozession zu Ehren Buddhas, kann man auch anders erleben, in Kataragama - hier laufen Gläubige unter anderem über glühende Kohlen.

 



In welchem Land widerfuhr mir eine unbeschreibliche Wohltat für Körper Geist und Seele und das auch noch an traumhaften weißen Küsten?

In SRI LANKA

Dass, das „Wissen vom langen Leben"  als älteste Gesundheitslehre der Welt gilt, hörte ich schon des Öfteren. Dass aber Ayurveda-Ärzte eine sechsjährige Ausbildung an einem der beiden Ayurveda Colleges in SRI LANKA zu absolvieren haben, und ein eigenes Ministerium.

Für Naturmedizin ständig darüber wacht, dass alles mit rechten Dingen zugeht erfuhr ich bei einen meiner Aufenthalte. Anders als in der westlichen Schulmedizin wird nicht die Krankheit behandelt, sondern der MENSCH, diese hoch komplizierte Einheit aus Körper, Geist und Seele.

Ich weiß jetzt welcher der drei Doshas mir zugeordnet ist. Prägen die Doshas doch Wesen und Körpermerkmale des Menschen. Ich bin glücklich und dankbar, dass ich in das Geheimnis der Ayurveda Lehre während meiner Aufenthalte in SRI LANKA immer wieder eintauchen konnte.
 
Überzeugen Sie sich einmal selbst bei offener Terrasse unter farbenprächtigster Flora sowie einem vielleicht gerade kurzen Regenguss von den verschiedensten Behandlungen der Ayurvedalehre. Und dass ayurvedische Esskultur alles andere als langweilig ist und absolut nichts mit irgendeinem Diätwahn zutun hat möchte ich nur nebenbei erwähnen.

 


In welchem Land erspürte ich im wahrsten Sinne des Wortes Flora und Fauna hautnah?

In SRI LANKA

Tausende von Blütenpflanzen, Hunderte wild wachsende Orchideenarten, feuerrote Flammenbäume, die sich mit zarten Hibiskussträuchern, langstieligen Lotusblumen, weißen Tempelblüten sowie betörend duftenden Frangipaniblüten oder üppigsten Rhododendronbüschen abwechseln lassen mir immer wieder aufs Neue diese unbeschreiblichen Wunder der Flora neu entdecken. Aber auch die so mannigfaltigen Gewürze, die vielen köstlichen Kräuter- Obst und Gemüsearten lassen mir das Wasser im Mund  zusammenlaufen.

Haben Sie einmal schon die vielseitige Verwendung einer King Coconut genau hinterfragt? Den klaren Saft als eine köstliche Erfrischung, das aus dem Kokosfleisch - in der srilankischen Küche nicht wegzudenken - gewonnene Öl dient als Bratfett aber auch als Haarpflegemittel und Seife. Kokosschnüre -, Seile, -Matten, -Besen,  vielleicht ist auch Ihr Autositz mit Kokosfasern aus SRI LANKA gepolstert.

Und das Holz sowie die Palmenblätter ermöglichten nach der Tsunami-Katastrophe so manch einer Familie schnell wieder ein Dach über dem Kopf oder den Fischern das für sie lebensnotwendige Schiff.
Dass der Nationalschnaps von SRI LANKA der Arrak aus der Kokospalme gewonnen wird davon konnte ich mich bei einer atemberaubenden Flussfahrt durch den Dschungel beim Besuch von „factories"  der ganz besonderen Art überzeugen. Aus Blütensaft verarbeitet man geschickt zu braunen Zucker - nicht wegzudenken auch bei einer Cup of Ceylon Tee - aber auch der Palmsirup wird nicht nur in der Ayurvedamedizin angewandt.
 
Was dann noch übrig bleibt, wird verfeuert oder an Tiere verfüttert.
Und diese gibt es genug. Alles was kreucht und fleucht ist auf der Insel, der Träne Indiens, zu sehen. Wasserbüffel, weiße Buckelrinder oder Elefanten konnte ich begegnen. Letztere finden nicht selten im Elefantenwaisenhaus  - seit über 100 Jahren gibt es auf SRI LANKA bereits Tierschutzverbände - Unterschlupf.
 
Der Besuch im Elefantenwaisenhaus von Pinawela sollte auf einer der Rundreisen nicht fehlen. Aber auch Blauwale, Pottwale und Delphine zieht es an die südöstliche Küste  und dem Great Bases Reef, einem hervorragenden Tauchrevier, ein Erlebnis besonderer Art bildet der Besuch des Yala Nationalparks. Pfauen, Reiher, Rotwild, Affen und Krokodile sind ebenso zahlreich zu erspähen wie meine geliebten Dickhäuter oder die allgegenwärtig über Wände und Decken huschenden Geckos, die äußerst nützlich  sind, jagen sie doch Insekten.

 



In welchem Land konnte ich über den Wolken wandern?

In SRI LANKA

Wo vor 200 Jahren noch dichter Dschungel wucherte; wachsen heute einige der besten Teesträucher der Welt. Nach einem etwa dreistündigen Zickzackkurs kommt Nuwara Eliya in Sicht - oder auch nicht.  Es ist immer wieder das üppige Grün, das mich anzieht, es sind die zarten Nebel, die am Morgen über den Teegärten hängen, wenn man nach Nuwara Eliya auf 1890 m hinauffährt, es ist der Tau, der auf den Teeblättern glitzert und schließlich sind es die Teepflückerinnen in ihren bunten Saris, die fröhlich und unbeschwert die grünen Teeblätter ernten.

 
Für einen kümmerlichen Lohn füllen sie ihre Körbe nach dem weltweiten Kriterium „TWO LEAVES AND A BUD". 16-24 kg ist so eine durchschnittliche Tagesernte, das ergibt 4-6 kg fertigen Tee. Diese unendliche Mühe bringt mir immer wieder höchste Hochachtung ab.

Wussten Sie übrigens, dass SRI LANKAseinerzeit ein Kaffeeland war? Erst als ein Pilz - der Kaffeerost -  Mitte des 19. Jhdt. fast die gesamte Kaffeeernte vernichtete, pflanzten die Engländer versuchsweise Teesträucher aus Assam und legten somit den Grundstein, dass heute der weltberühmte Ceylontee zum Exportartikel Nummer 1 des  65 610 km2 kleinen Landes wurde. Seit 1912 bereichern die hocharomatischen, extraktreichen  Ceylontees das Teesortiment der Firma Hornig.

Aber es ist somit sicherlich auch der köstliche Tee, der mich immer wieder nach SRI LANKA zieht, aber nicht nur - es ist das Land in seiner so großen Vielfalt - nur einige Highlights habe ich Ihnen aufgezählt -  und vor allem sind es ihre wunderbaren Menschen, Menschen, die soviel Natürlichkeit und Reinheit widerspiegeln.


Und selbst nach dem Tsunami, dieser so schrecklichen Flutkatastrophe im Dezember 2004, wo viele der Einwohner mit ansehen mussten, wie ihre Familienmitglieder, ihre Freunde, ihr mühsam aufgebautes Hab und Gut mit einem Schlag verloren gingen, sind die Menschen auf SRI LANKA sich selbst treu geblieben.

 

 
 
 
In welchem Land sind mir immer wieder Menschen begegnet, die trotz all ihrer vielen Rückschläge mir stets mit so großer Herzlichkeit und Offenheit begegnet sind?

In SRI LANKA

Sei es nach dem Tsunami, dieser so schrecklichen Flutkatastrophe im Dezember 2004, wo viele der Einwohner mit ansehen mussten, wie ihre Familienmitglieder, ihre Freunde, ihr mühsam aufgebautes Hab und Gut in einem Schlag verloren gingen, sind die Menschen auf SRI LANKA sich selbst treu geblieben.
Vor allem aber prägte auch ein über 25 Jahre lang dauernder Bürgerkrieg  dieses Land – Nach Ende dieser schrecklichen Jahre konnte er 2009 beendet werden.
Seit dieser Zeit hat das Volk von Sri Lanka entschieden,  den Terrorismus zu beenden, um ein neues Leben in Frieden und Freiheit beginnen zu können.
Mein Bestreben als Honorarkonsul ist es SRI LANKA, diesem so faszinierenden Land mit seiner kulturellen und ethnischen  Vielfältigkeit, seinen hilfsbereiten, warmherzigen Menschen jene Reputation in Österreich  zu geben, welche in der Vergangenheit immer wieder verloren gegangen ist.

 

 


SRI LANKA, die Perle des indischen Ozeans, verdient humanitär unterstützt zu werden und ist vor allem wert, besucht zu werden.
 
Überzeugen Sie sich selbst.

AUYBOWAN

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